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Artikel vom 29.12.2010 PDF Download

Hausbrand löschen oder nur noch kontrolliertes Abbrennen


Photovoltaikanlagen werden immer beliebter in Deutschland. Das ist gut für den Aufbau der avisierten dezentralen Stromnetze in Deutschland. Die Montage - Anodnung - der Photovoltaikmodule auf Haus und Industriedächern wird aber selten unter Aspekten des Brandschutzes beleuchtet.

Dies kann sich als Bumerang für die PV-Anlagen Besitzer erweisen, da bei einem Gebäudebrand die Photovoltaikanlage weiterhin unter Spannung stehen kann. Schon geringe Sonnenstrahlen führen leicht zu meheren Tausend Volt Spannung. Damit stehen Feuerwehrleute unter einem erheblichen Risiko bei einem Brandfall das Gebäude zu betreten. Der kontrollierte Abbrand des gesamten Hauses könnte -überwacht von der Feuerwehr - häufiger das Resultat sein.

 

Dachflächennutzung versus Brandschutz

Industriedächer, die bis zum letzten freien m² Dachfläche ausgenutzt werden, könnten in Zukunft Probleme bei der Herstellung von Versicherungsschutz bekommen. Die ersten Versicherungsunternehmen haben sich bereits dazu entschlossen PV-Anlagen mit den einhergehenden Risiken, nur noch mit deutlichen Prämienanpassungen zu versichern.
 

Not-Aus Feuerwehr Schutzschalter

Die Verhinderung von Stromschlägen für Retter in einem Brandfall kann durch Abschalteinrichtungen für PV-Anlagen hergestellt werden.

Der Schalter wird in unmittelbarer Nähe der Module montiert und in die Gleichstromleitung die zum Wechselrichter führt eingesetzt. Mittels eines Not aus Schalters (Unterspannungsauslöser) kann  das Gerät auch aus der Entfernung ausgelöst werden.

Eaton Moeller bietet zum Beispiel den SOL30 saftey und zwei weitere Modelle als geeigneten Lösungsvorschlag.

Damit PV- Anlagen Dachflächen auch noch das Löschen der Feuerwehr ermöglichen, empfiehlt sich der Rat von Fachleuten vor Installationsbeginn einzuholen.