
Viele Solaranlagen-Interessierte wundern sich über die z.T. deutlichen Preisunterschiede bei Flachkollektoren. Die Preise pro m² schwanken zwischen circa 120 Euro und in der Spitze circa 500 Euro. Dabei ist es mit Sicherheit nicht zu empfehlen, immer den teuersten Kollektor auszuwählen. Wir können Ihnen versichern, daß die relevanten Preisunterschiede nicht durch Marketingkosten der unterschiedlichen Flachkollektor Hersteller verursacht werden. Die eingesetzten Materialien, die Qualität der Verarbeitung, Langlebigkeit der Kollektoren und die Kulanzbereitschaft der Hersteller unterscheiden sich deutlich. Für Endverbraucher loht ein Blick auf die technischen Daten des Flachkollektors. Kollektor-Rahmen Material, Glasdicke und Art des Solarglases, Dicke der verwendeten Isolierung innerhalb des Kollektors und Dauer der Garantie vermitteln zumindest einen ersten Eindruck. Ein Preisvergleich pro m² ist aus diesen Gründen nicht sinnvoll.
Wir vertreten die Auffassung, daß alle mechanischen und elektronischen Teile, die bei der Solaranlage eingebaut werden, potentielle Fehlerquellen sind. Deshalb sollte eine thermische Solaranlage, die für mindestens 20 Jahren Nutzung vorgesehen ist, mit möglichst wenig Komponenten ausgestattet werden deren Austausch absehbar, teuer und oder unnötig kompliziert ist. Es ist manchmal beeindruckend zu sehen, wie mit hohem Aufwand und Einsatz vieler Pumpen und Ventile z.B. alte Speicher noch zusätzlich mit in die Solaranlage eingebunden werden sollen, der "Mehr-Energieertrag" aber um ein Vielfaches durch Strom- und Reparturkosten aufgezehrt wird. Im Rahmen unserer Solar Beratungspakete zeigen wir Ihnen, welche Solar- und Heizungs- Innovationen sinnvoll für Ihre Bedürfnisse eingesetzt werden können.
Bei Einsatz einer Fußbodenheizung ist ein Heizkreismischer oder Thermo Mischventil obligatorisch. Viele Häuser mit klassischen Radiator-Heizkörpern haben aber keinen geregelten Heizkreis. Es wird viel Energie verschwendet, da der Vorlauf ohne Heizkreis-Mischer immer mit maximalen Temperaturen arbeitet. Das dies bei unterschiedlichen Außentemperaturen nicht sinnvoll ist, leuchtet schnell ein.
Der eingebaute Stellmotor mischt Vor- und Rücklauf des Heizkreises auf die hinterlegte Temperatur der gewählten Heizkurve. Bei -20° Grad Außentemperatur benötigen die meisten Häuser mehr Heizungs-Wärme, als bei einer Außentemperatur von +5° Grad. Der Einsatz von einem gemischten Heizkreis und einer Brennwert-Therme begünstigt die Einspar-Situation zusätzlich. Wir raten zu einem geregelten Heizkreis auch bei Heizungsanlagen ohne Brennwert-Kessel, da die Energieersparnis den Mehrpreis deutlich rechtfertigt. Der Einsatz von hocheffizenz-Umwälzpumpen in diesen Heizkreis-Stationen wird durch zusätzliche Fördermittel kostenneutral möglich.
Damit Solarertrag für die Heizung zur Verfügung steht, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Besonders relevant ist der geplante Energiebedarf für Warmwasser, die notwendige Vorlauftemperatur der Heizungsanlage, die Neigung für die Kollektormontage und das mögliche Speichervolumen. Solaranlagen mit viel Kollektorfläche aber einer Dachneigung geringer als 30° Grad, haben wenig Chancen auf eine effektive Solare-Heizungsunterstützung, da die Sonne in den Winter- und Übergangsmonaten die Kollektorfläche kaum erreicht. Wir empfehlen nur dann große Kollektorflächen, wenn auch im Sommer viel Wärmbedarf wahrscheinlich oder eine Kollektor-Neigung von circa 45° möglich ist. Permanenter Solaranlagen-Stillstand im Sommer aufgrund zu großer Kollektorflächen belastet die Materialien der Solaranlage und macht eine lange Lebensdauer unwahrscheinlich.
Grundsätzlich kann jedes Wohn-, Büro- oder sonstiges Geschäftshaus erhebliche Energiekosten durch eine Solarthermische Anlage einsparen.
Sonneneinstrahlung gibt es genügend. Entscheidend ist die Kollektorqualität, deren Anzahl, die Ausrichtung bzw. Neigung, Verschattung der Kollektoren, als auch die Installationsqualität - insbesondere die Rohr-Isolierung.
Eine gut geplante Solaranlage liefert über das Jahr gesehen bis zu 80% des Warmwasserbedarfs.
Die Innovationsschritte sind in den letzten Jahren nur noch sehr gering. Millionen Bundesbürger leben bereits in Häusern mit Solarwärmeanlagen. Man geht von einer Nutzungsdauer von über 30 Jahren aus.
Kohlendioxid verursacht Klimaveränderungen und führt z.B. zu Wirbelstürme, die uns jetzt schon regelmäßig in den Nachrichten beschäftigen. Eine Solaranlage erspart der Umwelt tonnenweise Kohlendioxid. Wenn Ihre Energiekosten für die Heizungsanlage heute schon über 100 Euro pro Monat betragen und/oder ein hoher Warmwasserbedarf vorliegt, dann lohnt es sich, besonders schnell auf eine Solaranlage umzusteigen.
Abhängig von der Energiepreisentwicklung sind Amortisationszeiten von 8-20 Jahren realistisch. Gleichzeitig erreichen Sie eine dauerhafte Wertsteigerung Ihrer Immobilie.
Grundsätzlich beinhaltet ein Solarpaket bei allen Solaranlagen Herstellern lediglich Basiselemente. Viele Teile sind zusätzlich notwendig. Insbesondere die Kosten für die Solarkreisverrohrung, Rohrisolierung, Anschlüsse und sinnvolles Zubehör sind hinzuzurechnen.
Da die Stundensätze für Handwerker in Deutschland nach Region sehr unterschiedlich sind - läßt sich hier nur eine Aussage zum durchschnittlichen Zeitaufwand für die Installation einer thermische Solaranlage machen.
Trinkwasseranlagen werden nach unserer Erfahrung in circa 35 Arbeitsstunden installiert.
Heizungsunterstützende Anlagen benötigen durchschnittlich 50 Stunden Montagezeit.
Die meisten Trinkwasserspeicher bei bestehenden konventionellen Heizungsanlagen verfügen in der Regel nur über circa 200 Liter oder weniger Speichervolumen. Für eine Solaranlage sollten es mindestens 300 Liter sein. Meistens fehlen zusätzliche Anschlüsse an den "alten" Brauchwasserspeichern. Die Isoliereigenschaften moderenen Solarspeichern sind im Vergleich mit der älteren Speicher Generation erheblich besser.
Die mangelhafte Isolierung bestehender Pufferspeicher und eine nicht ausreichende Anzahl geeigneter Speicheranschlüsse macht, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, auch den Einsatz vieler "alter" Pufferspeicher wenig sinnvoll.